Tji wara - Maske aus Mali
Eine Aufsatzmaske tji wara der Bamana in Mali stand Modell für die Entwicklung des neuen Logos der Heinrich-Barth-Gesellschaft. Die zoomorphe Stilisierung reduziert das Erscheinungsbild der Antilope in die Fläche mit dem grafischen Charakter eines Reliefs. Das Design des Logos wurde von Manfred Magin entwickelt.

Afrika-Forschung –
die interdisziplinäre Aufgabe

Nach dem jüngsten Stand der Forschungen liegt der Ursprung der Menschheit im südlichen Afrika. Die Forschungen der Archäologie, Anthropologie, Paläobotanik und Zoologie, der Klimaforschung und der Geowissenschaften tragen wesentlich für das Selbstverständnis Afrikas und das Bewusstsein seiner Geschichte bei.

Dieses zu begleiten und neueste Erkenntnisse zu vermitteln, ist ein wichtiges Interesse der Heinrich-Barth-Gesellschaft.

Daher besteht ein reger Informationsaustausch vor allem mit der Forschungsstelle Afrika des Instituts für Ur- und Frühgeschichte an der Universität zu Köln, wo seit den siebziger Jahren interdisziplinär gearbeitet wird. Schwerpunkte liegen in Namibia, Ägypten und im Sudan, wo es um die Erforschung von „Kultur- und Landschaftswandel im ariden Afrika” geht. Archäologie dient – im weitesten Sinn – mithin als historische Wissenschaft ganz konkret auch der Gegenwart und Zukunft. Archäologie ist gewissermaßen die „Leitwissenschaft” für einen Kontinent, dessen Geschichte zum größten Teil „ungeschriebene Geschichte” ist oder aus nicht-afrikanischer, zumeist kolonialer Sicht stammt.

In ihrem Archiv verwahrt die Gesellschaft Originalmaterialien aus dem Besitz von Heinrich Barth, seine Publikationen sowie einige Gegenstände afrikanischen Kunsthandwerks.