"Auf dem Gebiet der Wissenschaft und der Humanität sollten alle Nationen vereint einen gemeinsamen Zweck verfolgen."(Barth um 1857)

Gemälde von Ousmane Maiga: Heinrich Barth und El-Bekaye
Dr. Heinrich Barth und El-Bekaye. Gemälde von Ousmane Maiga, Timbuktu.
Das Gemälde entstand für den Besitzer des Heinrich-Barth-Hauses, Alphadi Haidara, anlässlich der Ausstattung als Museum.
(Foto: Andreas Herrmann)

Heinrich Barth

Sein Name, seine Leistung -
Vorbild für unser Programm
und unsere Arbeit

Heinrich Barth – ein Afrikareisender und Afrikaforscher im 19. Jahrhundert, der sich von fast allen anderen dieses Metiers unterscheidet.

Der 1821 in Hamburg geborene studierte Altphilologe erkannte als Geograph und Historiker bereits auf seiner ersten Reise (1845 bis 1847) durch die Maghreb-Länder, Libyen, Ägypten, Nubien, Palästina, Kleinasien und Griechenland die Gleichrangigkeit europäischer, kleinasiatischer und afrikanischer Kultur und Geschichte – eine Erkenntnis, die sich auf seiner „großen Reise” (1850 bis 1855) durch die Sahara nach Timbuktu und in den Sahel bestätigte.

Dass Heinrich Barth dies unmissverständlich seinen europäischen Lesern und Fachkollegen mitteilte, gereichte ihm in der Öffentlichkeit indes nicht zum Vor-, sondern zum Nachteil.

Dennoch bauen bis heute weltweit Geschichte und Archäologie, Geographie, Sprachwissenschaft und die Völkerkunde in Afrika auf seiner Forschung auf.

Das Vermächtnis Heinrich Barths, der im Alter von nur vierundvierzig Jahren 1865 in Berlin starb, ist und bleibt der Verzicht auf jeglichen kolonialen Dünkel und seine Überzeugung von der historischen Bedeutung Afrikas für unsere eigene Zivilisation.

Mehr zu diesem bemerkenswerten Menschen finden sie auf den folgenden Seiten: zu seiner Herkunft, seinen Interessen, seinen Reisen und seinen Veröffentlichungen.